Strophanthin Ouabain das koerpereigene Hormon gegen Herzinfarkt

21
Feb
2005

Strophanthin(Ouabain) - das körpereigene Hormon gegen Herzinfarkt

Strophanthin (Ouabain) - das körpereigene Hormon gegen Herzinfarkt

von Dr. rer.nat.Rainer Moser, Diplom-Chemiker



Extrakte aus Pflanzen, die Strophanthin enthalten, wurden in Afrika als Pfeilgifte benutzt. Der Botaniker der Livingstone-Expedition, Hr. Kirk, entdeckte die Herzwirksamkeit dieser Strophanthusarten und brachte sie 1862 nach Europa.

In den Folgejahren wurden die Herzglykoside isoliert und Fränkel führte g-Strophanthin 1906 in die Herztherapie ein Der damalige 'Herzpabst' Prof. Edens nannte im Jahre 1928 jedenfalls das g-Strophanthin einen "Segen für die Herzmedizin" und sprach von einem "ärztlichen Kunstfehler", diese Medizin einem Herzkranken zu verweigern. Durch die politische und damit wissenschaftliche Isolation Deutschlands vor und während des 2. Weltkrieges geriet dieses wertvolle Medikament jedoch in Vergessenheit.

So favorisierten nach dem 2. Weltkrieg USA-Herzspezialisten das Medikament Digitalis. Digitalis hatte eine zum Strophanthin verwandte chemische Struktur und seine 'herzstärkende' Wirkung war weniger davon abhängig, ob es nun oral sehr nüchtern eingenommen wurde oder nicht. Man ließ dabei aber außer acht, dass pharmakologisch verwandte Strukturen stets mehrere Wirkbereiche haben, die bei geringfügigen Abänderungen eine ganz unterschiedliche Gewichtung des Wirkschwerpunktes erlangen:

Beim Strophanthin ist dies, im Gegensatz zum Digitalis, neben der die Herzarbeit stärkenden Wirkung - die beiden Medikamenten obliegt - aber vor allem die den Herzmuskel entsäuernde Wirkung. Eben diese Begleitwirkung ist entscheidend, da sie den Säureüberschuss im Herzmuskelgewebe abbaut und so eine Katastrophe (Infarkt) abwendet.

Der Stuttgarter Internist Dr. med. Berthold Kern nutzte ab 1947 das g-Strophanthin (Ouabain) als Basisbehandlung für seine herzkranken Patienten, denn er erkannte, dass die Wirkung stets dann zuverlässig ist, wenn kurzfristig ein hoher Blut- und Gewebewirkspiegel entsteht.

Ein solcher Wirkspiegel wird üblicherweise durch orale Einnahme von g-Strophanthin ( 6 mg) erreicht; noch schneller und zuverlässiger nach Zerbeißen der Kapseln durch Aufnahme über die Mundschleimhaut ( Wirkung innerhalb von 5-15 min). Die schulmedizinische Literatur hält dem fälschlich entgegen, Strophanthin werde nur zu 3-5 % über den Magen-Darm-Trakt resorbiert. Wie inzwischen unbestreitbar belegt, wird es tatsächlich jedoch zu 100% vom Körper aufgenommen.

Dieses Resorptions-Missverständnis hat in den Nachkriegsjahren zur weiteren Verdrängung dieses so heilsamen Herzmittels geführt. Die Herzwirkung hängt davon ab, in welcher Konzentration g-Strophanthin ins Blut gelangt. Diese muss so hoch sein, dass der Herzmuskel ausreichend angereichert wird.

Die Erfahrungen von Dr. Kern sind in seinem Strophanthin-Report nachzulesen - ein Erfolg ohne gleichen! Mit Strophanthin heilte Dr. Kern, Reinfarkte waren selten, Todesfälle ausgeschlossen.

Aber Dr. Kern wurde nicht geglaubt (†1995). Er durfte leider auch nicht mehr erleben, dass die Arbeitsgruppen um Schneider und Kwawamura inzwischen bewiesen:

g-Strophanthin ist im tierischen wie menschlichen Körpergewebe enthalten (Nebenniere und Hypothalamus). Tatsächlich sollte sich das dann allerdings noch brisanter darstellen:

Die aktuellste Forschung entdeckte - 1999-2002 (Prof. Schoner/Universität Gießen) - dass g-Strophanthin sogar ein körpereigenes (endogenes) Kreislaufhormon ist, das bei körperlicher Belastung bedarfsgerecht in gleichsam therapeutischer Dosierung bereit gestellt wird, um den Stoffwechsel des Herzens zu unterstützen und so das Herz zu schützen.

Die ursächliche Korrelation mit der Einwirkung von Stress ist hinlänglich bekannt. Ebenso die schädliche Wirkung für das Herz durch Übersäuerung des Körpergewebes.

Man beachte jedenfalls:
Stress blockiert die Eigenausschüttung von g-Strophanthin! (Detail aus Review von Prof. Schoner zum Thema) Diese nachmessbare Erkenntnis der fehlenden Ausschüttung des Herzschutzhormones bei Stress (g-Strophanthin normalisiert eine mögliche Stoffwechselentgleisung im Linksherzmuskel) wiederum korreliert mit den Studien von Friedman und Rosenman ("A-Type Behaviour and Your Heart"), dass nur der 'A-Typ' einen Herzinfarkt bekomme, also derjenige, der sich durch sein 'A-Typ-Verhalten' selbst Stress erzeugt - was einseitig allerdings unbeachtet lässt, dass Übersäuerung und die innere Ruhe (B-Typ-Verhalten) außerdem natürlich maßgeblich von Nahrungsmitteln und mangelnder körperlicher Betätigung abhängig sind. Die Kontrolle der allgemeinen Gewebe-Übersäuerung erfolgt über den Urin-pH!


Schlussfolgerung:

Das Pfeilgift g-Strophanthin kommt auch im menschlichen Körper als eigenerzeugtes Kreislaufhormon vor und ist – so schon die Worte von Prof. Edens aus dem Jahre 1928 - ein Segen für die Herzmedizin. Seine Verweigerung ein ärztlicher Kunstfehler! Nach diesen, neuesten Erkenntnissen über g-Strophanthin als "körpereigenem Kreislaufhormon" stellt sich daher um so drängender die Frage, ob es dem behandelnden Arzt zusteht, das Arzneimittel Strophanthin vorzuenthalten oder gar zu verweigern? Meines Erachtens nein - denn wer würde etwa einem schwerkranken Diabetiker heute das Hormon Insulin verweigern dürfen?

Hinweis:
Eine beeindruckende Arbeit über Strophanthin ( 1380 Quellenangaben! ) hat im Mai 2003 Rolf-Jürgen Petry vorgelegt mit seinem Buch "Der mögliche Sieg über den Herzinfarkt - STROPHANTHIN - Die Fehlbeurteilung eines außergewöhnlichen Medikamentes", das ich nachdrücklich empfehle.

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Näheres und viele weitere LINks finden Sie unter:
http://www.melhorn.de/Strophhormon/index.htm

dr moser Dr. rer. nat. Rainer Moser


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